Wie man „sein“ Bauunternehmen findet

Jetzt suchen Sie also ein Bauunternehmen.  Denn, das richtige Grundstück ist gefunden und der Kaufvertrag dafür unterzeichnet. Man hat ihn getan: den ersten Schritt zum Traum vom eigenen Haus. Einem Ort an dem man sich wohlfühlt, eine Familie gründet, den Lebensabend verbringt, vielleicht sogar sein Büro für die Selbstständigkeit einrichtet und vieles mehr. Jeder hat da seine ganz eigene Vorstellung. Die gilt es nun zu realisieren. Damit der Traum vom Haus nicht zum Albtraum wird, ist gute Planung das A und O.

Erster wichtiger Schritt: eigene Bedürfnisse abstecken

Bevor sich der künftige Bauherr also nach geeigneten Bauunternehmen umsieht, das seine Wünsche Wirklichkeit werden lassen, muss er eine Frage so genau wie möglich beantworten: „Was will ich eigentlich?“was will ich eigentlich - bauunternehmen

Den Königsweg, der für alle passt, gibt es nämlich nicht. Was für den einen genau richtig ist, ist für den anderen völlig falsch. Wer handwerklich geschickt ist, oder gar eine Ausbildung in der Branche hat, kann viel Geld sparen, indem er den Ausbau seines Hauses ganz oder auch teilweise selbst erledigt. Hingegen sollte jemand der zwei linke Hände hat, die Fertigstellung eines schlüsselfertigen Hauses ins Auge fassen. Denn unsachmäßig ausgeführt, wird der vermeintlich Geld-sparende Ausbau in Eigenregie ganz schnell zu einer Kostenfalle.
Fertighäuser sind eine schnelle und relativ günstige Lösung, der Spielraum für Individualisten ist jedoch eher klein. Für eine maßgeschneiderte Wohnlösung kann das Massivhaus die bessere Wahl sein. Jedoch ist sie auch kostenintensiver und auf Dauer starrer. Da die meisten Wände bei der Massivbauweise eine tragende Funktion haben, sind nachträgliche Veränderungen im Innenraum schwerer zu realisieren als bei anderen Bauweisen. Zudem ist die Bauzeit länger, da Trocknungszeiten abgewartet werden müssen. Hier kann schlechtes Wetter zu erheblichen Verzögerungen führen. Der Lohn für die lange Wartezeit ist ein Haus mit guter Schall- und Wärmeisolierung, in dessen Wände bedenkenlos Dübel und Nägel eingeschlagen werden können. Ist der Bau fehlerlos ausgeführt, wird bei Massivhäusern eine Nutzungsdauer von 100 Jahren angenommen. Im Vergleich dazu können bei einem Fertighaus, dass im Bau wesentlich günstiger ist, 60 Jahre angenommen werden. Die zu Beginn höheren Investitionen können sich bei einem Wiederverkauf rechnen. Oder aber wenn es eine zweite oder dritte Generation gibt, der man das Haus vererben möchte.
Während also für beispielweise ein kinderloses Paar der schnelle Einzug in ein Fertighaus die bessere Lösung sein kann, ist eine junge Familie möglicherweise besser mit dem Massivhaus bedient.

Neben einem mehr oder weniger intensiv ausgeprägten Wunsch nach Individualität, den finanziellenHaus Passivhaus Möglichkeiten und der Familienplanung, spielt auch die Lebensweise eine Rolle. Die Errichtung eines Passivhauses ist zunächst teurer als andere Varianten, kann aber auf Dauer große Summen bei den Energiekosten sparen. Durch die enorme Dämmung ist jedoch auch das Risiko höher, dass sich Feuchtigkeit im Haus sammelt, was zu Schimmel führt. Die aufwendige Entlüftungstechnik, die das verhindern soll, ist oft wartungsintensiv und muss kontrolliert und beobachtet werden, das ist nicht jedermanns Sache. Zudem ist nicht jeder Bauplatz für ein Passivhaus geeignet.
Bei dem teils moorigen Boden in Ostfriesland muss zudem beachtet werden, dass Erdarbeiten in kleinerem oder größeren Umfang nötig sein können, bevor das Haus überhaupt errichtet werden kann. Bei der Wahl des Materials für die Fassade spielt es außerdem eine Rolle, wie nah oder fern man an der Nordsee-Küste wohnt. Einige Baustoffe halten der salzigen Seeluft nicht so lange stand wie andere.
Wichtig ist es auch die etwaigen Bestimmungen im Baugebiet zu kennen. So kann es möglich sein, dass im Bebauungsplan der Gemeinde auch festgehalten ist, welche Optik bei den Fassaden erlaubt ist und welche nicht. Es kann sein, dass der typisch ostfriesische Klinker in Teilen eines Baugebiets vorgeschrieben ist, um ein einheitliches Ortsbild zu bewahren.

Alles aus einer Hand oder doch selber machen?

Es ist sinnvoll eine Liste anzulegen, mit allen Eigenschaften, die das spätere Heim einmal haben soll. Die Punkte sollten nach Priorität geordnet sein. Was wünsche ich mir unbedingt? Worauf könnte ich auch verzichten?
Das hilft in zwei Punkten:

Durch die Priorisierung fällt es später leichter, Abstriche zu machen. Wünsche, die nicht in den finanziellen Rahmen passen, oder aus andern Gründen nicht realisierbar sind, können so schneller ausgeklammert werden.

Zum anderen hilft die gestaffelte Wunschliste das geeignete Bauunternehmen zu finden. Ist zum Beispiel ein bestimmtes KFW-Haus oder ein bestimmter Haustyp, wie ein Friesenhaus oder Bungalow wichtig, rücken gleich einige Firmen in die engere Auswahl, während andere direkt wegfallen.

Für die Errichtung des Gebäudes braucht der zukünftige Bauherr neben dem Architekten einenbaunternehmen verschiedene handwerker Tiefbauer, einen Maurer, einen Zimmermann, einen Dachdecker, einen Tischler, einen Estrichleger, einen Heizungsinstallateur, einen Elektriker,  einen Fliesenleger, einen Maler usw. Auch hier gibt es wieder Wahlmöglichkeiten. So kann der zukünftige Hausbesitzer ein einzelnes Bauunternehmen beauftragen, die alle Arbeiten am Haus erledigt, oder aber jeden einzelnen Dienstleister selbst aussuchen. Bei der ersten Variante erspart man sich viel Zeit und Mühe. Die einzelnen Bauschritte werden von einem Betrieb koordiniert und die Arbeiten können unter Umständen parallel ausgeführt werden, wodurch der Bau schneller vorankommt. Und das zu einem Gesamtpreis.

Beauftragt man hingegen die einzelnen Gewerke, kann man sich jeden Handwerker selbst aussuchen und mit den einzelnen Dienstleistern den besten Preis aushandeln. Ein großer Nachteil ist dann, dass man die Koordination selbst übernimmt. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch meistens richtig Nerven. Und bei eventuell auftretende Mängel den genauen Verursacher auszumachen wird dann auch nicht einfach.

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Die Suche nach dem Bauunternehmen

Bauen ist absolute Vertrauenssache. Die allermeisten Menschen bauen nur einmal und wollen in ihrem Traumhaus den Rest ihres Lebens verbringen, es vielleicht sogar einmal an die Kinder vererben. Um sicher zu stellen, dass dieses, meist größte und wichtigste Bau-Projekt im Leben, mit größtmöglicher Sorgfalt und dem besten verfügbaren Fachwissen ausgeführt wird, bedarf es einer gründlichen Recherche. Neben den Fakten gilt es natürlich auch den Leumund des Bauunternehmen zu prüfen. Immer wieder tummeln sich auch schwarze Schafe, die Baupfusch als Strategie haben um möglichst große Gewinne zu erzielen, bereits Klagen am Hals haben oder gar in der Insolvenz stecken, unter den vielen Anbietern.

Ein wichtiger Faktor bei der Wahl des richtigen Bauunternehmens kann auch dessen Erreichbarkeit sein. Der Unternehmer vor Ort ist bei auftretenden Fragen oder Problemen während, aber auch nach der Bauphase, schneller vor Ort. Viele Ärgernisse würden dann eher schneller abgewickelt, denn gerade im eigenen Ort möchte mach sich ja nichts nachsagen lassen.
Wie auch bei anderen wichtigen Dienstleistungen im Leben, man denke nur an die Wahl eines Arztes, spielen Empfehlungen von Freunden und Kollegen eine wichtige Rolle. mundpropaganda bei BauunternehmenEine gute Mundpropaganda ist in fast keiner anderen Branche soviel Wert, wie in der Baubranche. Die Erfahrungsberichte aus dem näheren Umfeld geben Hinweise darauf, ob das erwählte Bauunternehmen tatsächlich so seriös und kompetent ist, wie es sich präsentiert hat.

Doch auch solche Tipps sind immer mit Vorsicht zu genießen. Zum einen können persönliche Verwickelungen der Grund für Empfehlungen sein und nicht das tatsächliche Können des Unternehmers. Andererseits kann ein gutes Bauunternehmen aus Missgunst schlechtgemacht werden.
Das zweite Problem sind die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Bauherren: Was für den einen genau das richtige Unternehmen ist, muss es nicht auch zwingend für den anderen sein.  Um eine gute Wahl zu treffen, sollten sich also die eigene, intensive Recherche und Empfehlungen ergänzen. Noch mehr Vorsicht sollte man bei Online-Bewertungen walten lassen. Für nur wenige Euro kann sich auch ein schlechter Maurer positive Bewertungen kaufen und Kunden in die Irre führen.

In jedem Fall sollten nach der Recherche mehrere Angebote eingeholt und miteinander verglichen werden. In der heutigen Zeit pflegen die meisten Bauunternehmen eine eigene Webseite. Auf diesen kann in den meisten Fällen Bildmaterial bereits erstellter Objekte eingesehen werden, welches vielleicht schon Ihren Vorstellungen nahekommen könnte. Dabei sollte man nicht nach dem günstigsten Angebot schauen, sondern nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein vermeintliches Schnäppchen kann sich schnell als teurer Verkauf billigen Baumaterials entpuppen. Auch hier kommt es dem Bauherrn wieder zugute, wenn er seine Wünsche präzise formulieren kann und so die Chance erhöht, Angebote mit möglichst identischen Leistungen zu bekommen.

Ist ein auf dem Papier guter Betrieb gefunden, sollte bald ein Treffen mit dem Unternehmer vereinbart werden. gespräch mit bauunternehmenIm Vieraugengespräch kann der gut informierte zukünftige Hauseigentümer fundierte Fragen stellen und sich so von den Kenntnissen des Dienstleisters überzeugen. Im besten Fall nickt der Unternehmer die Ideen weder ab, noch versucht er den Bauherren seine Vorstellungen aufzudrängen, sondern verschafft sich ein detailliertes Bild des Wunsch-Hauses und entwickelt in Abstimmung mit dem Kunden einen Plan für die Umsetzung.

Sollte es die Möglichkeit geben ein Referenz-Objekt zu besichtigen, sollte der Bauherr davon Gebrauch machen und bei dieser Gelegenheit auch die Hauseigentümer befragen, was gut lief mit dem Unternehmen und was nicht. Auch werden Sie vielleicht die ein oder andere Idee für Ihr Neubauprojekt mit nach Hause nehmen.

Hat sich der zukünftige Eigentümer für ein Bauunternehmen entschieden, gilt es alles durchzuplanen und zu verschriftlichen. Der Kunde sollte sich eine genaue Bau- und Leistungsbeschreibung geben lassen, inklusive der Bauzeit und dem exakten Baubeginn. Außerdem können eine Gewährleistungsbürgschaft, eine Fertigstellungsbürgschaft und die Vereinbarung einer Bauzeitgarantie sinnvoll sein.

Liegen alle Unterlagen vor, sollten diese gründlich studiert und einem externen Fachmann, sowie im Idealfall einem Juristen zur Prüfung vorgelegt werden. Passt alles, kann der Vertrag unterzeichnet und der Traum vom Haus wahr werden.

handschlag vertrag bauunternehmen

Der Handschlag eines Handwerkers hat in den meisten Fällen viel Gewicht – aber ein klarer schriftlicher Vertrag lässt kaum Spielraum für Unklarheiten.

Fazit:

Zusammengefast heißt das: Das Haus muss nicht nur Ihrem Geschmack und Ihren finanziellen Möglichkeiten entsprechen, sondern auch Ihren Lebensumständen und ihren Plänen für die Zukunft. Vieles muss bedacht werden. Daher gilt für jeden künftigen Hausbesitzer, egal was er will: Er sollte sich genau informieren, lieber länger als kürzer über Entscheidungen nachdenken und nur solche treffen, mit denen er sich für den Rest seines Lebens wohlfühlen wird.

Werden Sie sich im ersten Schritt über Ihre Wünsche und Bedürfnisse klar. Recherchieren Sie dann, wie Sie diese realisieren können und was Ihnen besonders wichtig ist. Recherchieren Sie ausgiebig, welcher Anbieter oder Bauunternehmer für die gewünschte Dienstleistung am besten geeignet ist und holen Sie mehrere Angebote ein. Vergleichen Sie diese sorgfältig. Lassen Sie sich von dem Bauunternehmen Ihrer Wahl eine genaue Beschreibung der Leistungen und der Bau-Dauer geben und durch externe Fachleute prüfen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich lieber etwas mehr Zeit um eine Entscheidung zu fällen und unterzeichnen Sie einen Vertrag nur, wenn Sie ganz sicher sind. Denn, die meisten bauen nur einmal.

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