KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau

KfW Bankengruppe – der Förderer für Bauherren – Ostfriesland baut, der Rest von Deutschland ebenso. Auch der Kauf von Wohneigentum steigt. Gründe dafür sind vielfältig, auf jeden Fall spielen aber die Niedrigzinsen eine tragende Rolle. Bauplanung, Verträge, Versicherungen, Rechtliches ist alles wichtig, doch was nutzt das, wenn die Finanzierung dazu fehlt? Viele Bauherren stehen vor demselben Problem: die Planungen sind abgeschlossen, das Eigenkapital erschöpft und nun stellt sich die Frage: „Wie bezahlen wir das Bauvorhaben?“

Gut, dass es in diesem Fall nützliche Informationen im Internet gibt. Zum Beispiel bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW.

Viele kennen die KfW wahrscheinlich im Zusammenhang mit Studienkrediten. Wenige wissen aber, dass ebenso in einer Vielzahl in anderen Bereichen Fördergelder und -kredite bereitgestellt werden:

  • Studieren und Qualifizieren
  • Existenzgründung
  • Eigenheim
  • Neubau
  • Umbau & Sanierungen
  • Einbruchsschutz
  • und vieles mehr

Im Folgenden, wollen wir uns auf Fördermittel für Bauherren (Privatpersonen) beziehen. Auskünfte über Förderangebote für Unternehmen oder Öffentliche Einrichtungen finden Sie auf der Startseite der KfW Bankengruppe.

KfW Baufinanzierung

Die KfW bietet verschiedene Finanzierungslösungen für Bauherren an. (Quelle: www.KfW.de)

 

Die Fördermittelsuche der KfW im Überblick

Über den Menüpunkt „Privatpersonen“ und den Unterpunkt „Neubau“, gelangen Sie zur relevanten Unterseite für Bauherren. Dort finden Sie als Erstes den „Produktfinder“ vor (im Bild oben links). Ein Klick darauf führt Sie zu einem kurzen Formular, wo Sie verschiedene Angaben machen. Vor allem, was genau Sie vorhaben, ob Sie das Objekt für sich selbst nutzen und ob eine Energieeffizienz angestrebt wird oder nicht. Daraufhin gibt die Webseite vollautomatisch Finanzierungsmodelle aus, die zu Ihren Angaben passen. Mit einem Klick auf eines der Angebote gelangen Sie zur Detailübersicht:

 

KfW Wohneigentumsprogramm

Beispiel eines Förderprogramms für selbstgenutztes Wohneigentum ohne Energieeffizienz (Quelle: www.kfw.de)

Auf der Detailseite finden Sie gut strukturiert und unterteilt alle wichtigen Informationen. Was und wer gefördert wird, Konditionen der Finanzierung, nächste Schritte, Downloads (Allgemeine Bestimmungen & Merkblätter), Beispiele zum Förderprogramm und häufig gestellte Fragen mitsamt Antworten. Sie sind also noch vor der Angabe irgendwelcher persönlichen Daten bestens informiert. Kostenlos, unverbindlich, auf den Punkt gebracht. Neben dem „Produktfinder“, sehen Sie die Übersicht zu allen Fördermitteln. Auch hier gelangen Sie pro Förderprodukt auf eine detaillierte Unterseite mit allen wichtigen Informationen. Die KfW tritt äußerst professionell im Internet auf und klärt lückenlos auf. Dieser Punkt alleine schon, hebt die sie von anderen Finanzierungsinstitutionen ab.

Aufklärung über effizientes Bauen

Effizienz ist beim Bauen ein unumgänglicher Begriff. Sei es Stromeffizienz, Heizeffizienz oder andere Belange aus Energie und Technik. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau leistet hierbei einen notwendigen Schritt zu mehr Aufklärung. Selbst auf der Finanzierungsseite finden sich Links zu Artikeln, welche effizientes Bauen behandeln. Diese Artikel sind von Experten verfasst und sehr detailliert dargestellt. Die Verständlichkeit ist sehr gut. Es wird über folgende Punkte berichtet:

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der Dachflächen
  • Dämmung der Kellerdecke
  • Fenster mit Dreifachverglasung
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Effiziente Heizungsanlage
  • Solarthermische Anlage (Dach)
  • Sonnenschutz und sommerlicher Wärmeschutz
  • Energetische Fachplanung und Baubegleitung
  • Kombination mit Photovoltaikanlage möglich

Ansprechende Präsentationen (interaktiv), runden das Aufklärungsprogramm erfrischend ab. Passend dazu liefert der „Kredit 153“ die passende Finanzierung für energieeffizientes Bauen bzw. den Bau oder Kauf eines neuen „KfW-Effizienzhauses“. Dieser Kredit gibt bis zu 100.000 Euro niedrigverzinstes Darlehen und macht das umweltfreundliche Bauen dadurch etwas schmackhafter. Weiterhin gibt es noch Zuschüsse für „Energieeffizient Bauen und Sanieren“.
Die monatliche Rate lässt sich durch einen einfach zu bedienenden Ratenrechner auch gleich noch berechnen.

Übrigens: Darlehen und Kredite werden nicht von der KfW alleinig selbst bewilligt oder abgelehnt. Tatsächlich muss Ihr Antrag von der Hausbank geprüft werden. Wenn eine Zustimmung erfolgt, wird ein Antrag an die KfW gestellt. Sollte infolgedessen auch die KfW dem Antrag zustimmen, werden die Finanzierungsmittel durch die Hausbank an Sie weitergegeben. „Aber wozu denn dieser Umweg?“, mögen Sie sich fragen? Häufig vereinfacht die KfW die Kreditgewährung, indem sie etwa einen Teil der Haftungsrisiken übernimmt. Bei bestimmten Förderprodukten übernimmt die KfW bis zu 80 Prozent des Kreditrisikos. Ein gutes Argument für die Hausbank also.

Das KfW-Effizienzhaus

Vielleicht haben Sie schon mal von einem KfW-Effizienzhaus gehört. Vielleicht auch nicht. In jedem Fall wollen wir kurz klären, um was es sich hier handelt. Die KfW selbst gibt an, dass folgende, beispielhafte Maßnahmen in einem Gesamtkonzept (Bauplanung) dazu beitragen, den Standard eines sog. „KfW-Effizienzhaus 55“ zu erreichen:

  • Holzpellet-, Biomasseheizung oder Wärmepumpe
  • Solaranlage für Trinkwassererwärmung
  • Außenwanddämmung 18 cm
  • Dachdämmung 24 cm
  • Fenster mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen

Weiterhin lohnt es sich in mehrfacher Hinsicht, diesen Standard zu erreichen. Es geht dabei nicht darum, dass Sie einen Kredit bei der KfW aufnehmen, denn das bleibt am Ende immer noch Ihnen überlassen. Viel mehr geht es darum, dass Sie nachhaltig Geld sparen! Zum Beispiel durch weniger Energiekosten, einer Wertsteigerung Ihrer Immobilie durch den erreichten Standard, erhöhter Wohnkomfort und Zugriff auf Fördermittel. Für das KfW-Effizienzhaus gibt es übrigens verschiedene Standardstufen, welche durch Kennziffern gekennzeichnet sind (z.B. 40, 40 Plus, 55, usw.).

Fazit

Die KfW Bankengruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, sowohl Bildung, als auch Neubau bzw. Wohneigentumserwerb von Privatpersonen zu fördern. Teils geschieht dies durch Darlehen und Kredite, teils durch Zuschüsse. Außerdem berät die Kreditanstalt für Wiederaufbau professionell auch über weitere Fördermittel staatlicherseits. Darüber hinaus finden Bauherren auch Informationen zum energieeffizienten Bauen und dem Standard (und Vorzügen) der KfW-Effizienzhäuser. Dieser Standard lässt spezielle Finanzierungen zu und öffnet die Türen zu weiteren Fördermitteln.

Besonderer Tipp: Wenn auch Sie, als Bauherr, über umweltfreundliche Bauweisen nachdenken, so hat die KfW einen eigenen Award dafür. In einer Art Wettbewerb werden die energieeffizientesten Häuser gekürt und es winkt ein Preis von 30.000 Euro. Das Beste daran: Sie müssen dieses Geld nicht zurückzahlen!

zur Seite  www.kfw.de

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